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Kiefergelenkserkrankungen (Temporomandibuläre Gelenkprobleme)

Temporomandibuläre Gelenkserkrankungen (Kiefergelenksprobleme)

Das temporomandibuläre Gelenk (TMG) befindet sich direkt vor dem äußeren Gehörgang und verbindet den Unterkiefer mit dem Schädel. Morphologisch variiert es von Person zu Person und auch zwischen dem rechten und linken Gelenk derselben Person. Es handelt sich um ein kombiniertes Gelenk mit Scharnier- und Gleitbewegung entlang einer Gleitachse.

Diese Erkrankungen können durch Trauma, Fehlstellungen beim Schließen des Mundes, systemische Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis oder Gicht, stressbedingtes Zähnepressen sowie genetische Faktoren entstehen. Bei TMG-Erkrankungen sind sowohl die Kaumuskulatur als auch das Gelenk selbst betroffen. Die komplex ineinandergreifende Struktur des Gelenks erschwert zudem die Behandlung.

Häufig gestellte Fragen

Häufige Anzeichen sind eingeschränkte Mundöffnung, Schmerzen und Schwierigkeiten beim Kauen, Schmerzen im Bereich von Kopf, Nacken, Ohr, Schläfen und Wangen, Kiefersperre, Luxation des Kiefers sowie Schwellungen und Asymmetrien im Gesicht.

Bei der Behandlung von temporomandibulären Gelenkproblemen werden überwiegend nicht-invasive, konservative Methoden bevorzugt. Dazu gehören:

  • Muskelübungen und Physiotherapie

  • Dünne, transparente Zahnschienen (Okklusionssplints), die die Zahnoberflächen schützen

  • Medikamentöse Therapie (Muskelrelaxantien und Schmerzmittel)

  • Maßnahmen zur Reduzierung von Stressfaktoren

  • Botox-Anwendungen im Massetermuskel

In fortgeschrittenen Fällen können auch chirurgische Eingriffe innerhalb des Gelenks erforderlich sein.

Wir empfehlen Ihnen, umgehend Ihren Zahnarzt aufzusuchen. Bedenken Sie, dass sich die Behandlung mit zunehmendem Zeitverlust erheblich komplizierter gestalten kann.